Entkatastrophisieren und Sorgen-Exposition
Hier gibt es ein kleines, feines Therapietool zum Umgang mit Sorgen, Zukunftsängsten und Worst-Case-Szenarien. Frau Sorgikus macht sich schon wieder tausend Gedanken darüber, was auf ihrer Reise alles passieren könnte? Fräulein Katastrophodus sieht sich nach einem einzigen Fehler schon unter der Brücke? Und Herr Kontrolletti fürchtet eine mögliche Ohnmacht – weil sie bedeuten könnte, dass er krank ist, sterben könnte und seine Kinder ohne ihn aufwachsen müssten? Aha: Da liegt also der eigentliche Schmerz.
Dieses Therapietool ist Teil des Sparsets „Angst & Exposition“ mit weiteren Materialien zum Verstehen von Angst, Erkennen von Sicherheitsverhalten und Vorbereiten expositionsbasierter Interventionen.
Bei sorgenvollen Gedankenketten kann es hilfreich sein, nicht immer wieder vorher abzubiegen, sondern die Befürchtung einmal konsequent zu Ende zu denken. Das zweiseitige Therapietool lädt dazu ein, die erwartete Katastrophe genauer auszumalen und die damit verbundenen Gefühle bewusst auszuhalten.
Gleichzeitig wird die Perspektive über den schlimmsten Moment hinaus erweitert: Was passiert einen Tag später? Eine Woche später? Ein Jahr oder zehn Jahre später? Welche Anpassungsprozesse wären möglich? Welche Unterstützung gäbe es? Was würde irgendwann wieder Alltag werden?
So verbindet das Arbeitsblatt Elemente des Entkatastrophisierens mit einer gedanklichen Exposition gegenüber befürchteten Zukunftsszenarien. Ziel ist nicht, die Katastrophe schönzureden, sondern die häufig stark verkürzte Vorstellung „Wenn X passiert, ist alles vorbei“ genauer zu untersuchen und bis über den eigentlichen Angst-Höhepunkt hinaus weiterzudenken.
Dieses Therapietool und die „Und-dann-Technik“ würde ich möglichst gemeinsam mit Patientinnen und Patienten bearbeiten. Sonst passiert es schnell, dass der eigentliche Schmerzpunkt umgangen wird oder die Person gedanklich genau im schlimmsten Moment steckenbleibt. Entscheidend ist das Weiterdenken: Auch nach einem sehr belastenden Ereignis geht das Leben weiter, Anpassung ist möglich und neue Bewältigungsschritte können entstehen.
Das Arbeitsblatt eignet sich besonders bei ausgeprägtem Sorgen, Katastrophisieren, Zukunftsängsten und angstbezogenen Gedankenschleifen und kann im Rahmen kognitiv-verhaltenstherapeutischer und expositionsbasierter Interventionen eingesetzt werden.












Anonym –
Ansprechend gestaltetes und gut strukturiertes Material. Ist in der Therapie sehr hilfreich 👍
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Gülcan –
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Laura –
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Andrea –
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Angela Chatterjee-Schindler –
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