Arbeitsblatt „Mist gebaut? Wiedergutmachung“ – Erste-Hilfe-Maßnahme nach einem „Fuck-up“
Rückfälle, Fehltritte, Konflikte, kleine und große Katastrophen – wer kennt sie nicht? Dieses Arbeitsblatt unterstützt Patienten und Patientinnen dabei, nach einem „Fuck-up“ (freundlich übersetzt: einem Moment mit eindeutigem Verbesserungspotenzial) wieder klarzukommen: Verantwortung übernehmen, ohne in Schuldgefühlen, Selbstvorwürfen oder Selbstbestrafung stecken zu bleiben.
Die nachsichtige Wiedergutmachung lädt zur strukturierten Reflexion ein: Was ist passiert? Welche Bedürfnisse standen hinter dem eigenen Verhalten? Was lässt sich jetzt tun, um Verantwortung zu übernehmen oder entstandenen Schaden wiedergutzumachen? Und was kann aus der Situation für die Zukunft gelernt werden?
Das Arbeitsblatt unterstützt dabei, hilfreiche Schuld von Selbstbestrafung zu unterscheiden: Fehler dürfen anerkannt und bereut werden, ohne daraus eine Abwertung der eigenen Person zu machen. Denn Selbstbestrafung macht einen Fehler nicht ungeschehen. Reflexion, Wiedergutmachung, Selbstmitgefühl und ein sinnvoller Plan für das nächste Mal können dagegen echte Veränderung ermöglichen.
Ideal einsetzbar nach dysfunktionalem Verhalten, zwischenmenschlichen Konflikten, Konsumrückfällen oder anderen Situationen, in denen tatsächlich Verantwortung übernommen werden muss. Besonders geeignet als Anschlussübung an eine Verhaltensanalyse, für die Arbeit mit Schuld und Scham, als ACT-Baustein sowie bei Sucht- und Emotionsregulationsthemen – oder einfach als Erste-Hilfe-Maßnahme nach dem inneren Kurzschluss.
Tipp: Dieses Therapietool ist auch Teil des Sparsets Schuld und Scham.











Gülcan Irdem –
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