Rauchmelder im Kopf – Eine Metapher zu körperlichen Alarmreaktionen
Manchmal schlägt unser inneres Alarmsystem sehr schnell und sehr laut an. Angst, Scham, Wut, Ekel oder starke Anspannung können innerhalb kürzester Zeit dafür sorgen, dass eine Situation bedrohlich, dringend oder kaum auszuhalten wirkt. Ein emotionaler Alarm ist wichtig, aber manchmal überschätzt unser Reptiliengehirn die tatsächliche Gefahr (ein bisschen … oder viel).
Das Therapietool „Rauchmelder im Kopf“ ist meine Metapher für überschießende Alarmrekationen, um Patienten und Patientinnen dabei zu unterstützen, Distanz herzustellen und ihren „Panikmodus“ gegen die Realität zu prüfen. Ähnlich wie ein Rauchmelder unterscheidet unser inneres Alarmsystem nicht immer zuverlässig zwischen echter Gefahr und „angebranntem Toast“. Statt impulsiv den Panikknopf zu drücken, kann es hilfreich sein, kurz innezuhalten und zu prüfen: Was meldet mein System gerade? Besteht wirklich Gefahr? Oder reagiert mein Alarmsystem aufgrund früherer Erfahrungen, Stress oder Überforderung besonders empfindlich?
Das Set besteht aus einem psychoedukativen Infoblatt und einem übersichtlichen Arbeitsblatt zur praktischen Anwendung. Deine Patienten und Patientinnen können damit Auslöser, Alarmmeldungen, Alarmstärke, automatische Impulse und hilfreiche Reaktionen reflektieren. Das Tool eignet sich besonders für die Arbeit mit Angst, Scham, innerer Anspannung, Vermeidung, Selbstwertthemen und belastenden Beziehungssituationen.











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