Ich bin falsch!? – Wie ein schambesetztes Selbstkonzept entsteht
Scham gehört zu den belastendsten menschlichen Emotionen. Sie entsteht häufig nicht durch einzelne Fehler, sondern durch die Geschichte, die wir aus unseren Erfahrungen über uns selbst ableiten. Aus „Ich wurde kritisiert“ wird „Ich bin nicht gut genug“. Aus „Ich wurde ausgeschlossen“ wird „Ich bin nicht liebenswert“. Mit der Zeit können sich solche Überzeugungen festsetzen und den Blick auf die eigene Person prägen. Menschen mit einem hohen internalisierten Schamgefühl leiden häufig unter einem negativen Selbstkonzept.
Dieses Arbeitsblatt unterstützt Patienten und Patientinnen mit einem schambehafteten Selbstbild dabei, die Entstehung von Schamüberzeugungen besser zu verstehen. Es zeigt, wie aus belastenden Erfahrungen globale Bewertungen der eigenen Person entstehen können, und lädt zur Reflexion typischer Schamgedanken ein. Ideal geeignet als Grundlage und Psychoedukation bei Scham, Selbstkritik, Perfektionismus, sozialer Angst, Traumafolgestörungen, Essstörungen sowie neurodivergenten Patientinnen und Patienten.
Dieses Arbeitsblatt bildet die Grundlage für das Arbeitsblatt „Meine Schamgeschichte“, in dem die eigenen Erfahrungen und Schamüberzeugungen vertieft reflektiert und emotional aufgearbeitet werden.
Tipp: Dieses Therapietool ist auch Teil des Sparsets Schuld und Scham (folgt in Kürze!).
Quellen und weiterführende Literatur:
Tangney, J. P., & Dearing, R. L. (2002). Shame and guilt. Guilford Press.
Gilbert, P. (2009). The compassionate mind: A new approach to life’s challenges. New Harbinger Publications.
Neff, K. D. (2003). Self-compassion: An alternative conceptualization of a healthy attitude toward oneself. Self and Identity, 2(2), 85–101. https://doi.org/10.1080/15298860309032








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