Die Eisenhower-Matrix zur Strukturierung und Priorisierung von Anforderungen
Wenn viele Aufgaben gleichzeitig im Kopf herumschwirren, fühlt sich schnell alles dringend an. Eine unbeantwortete Nachricht, ein Stapel Papierkram, ein voller Wäschekorb, ein unangenehmer Anruf, ein beruflicher Termin, eine längst überfällige Pause, eine Therapiehausaufgabe, ein schlechtes Gewissen und irgendwo dazwischen der leise Wunsch, einfach kurz unter einer Decke zu verschwinden.
Unser Gehirn sortiert Aufgaben nicht immer besonders nüchtern. Vor allem unter Stress werden Dinge oft nach innerem Druck geordnet: Was macht am meisten Angst? Was meldet sich am lautesten? Was löst Schuldgefühle aus? Was drängt sich gerade unangenehm nach vorne?
Manche Dinge wirken dringend, weil sie laut, unangenehm oder von außen eingefordert sind. Sie sind aber für die eigenen Ziele, die Gesundheit oder den Alltag nur begrenzt bedeutsam. Andere Dinge sind wichtig, melden sich aber kaum: Schlaf, Pausen, Bewegung, Beziehungspflege, Therapieübungen, langfristige Planung, Erholung, Essen, Papierkram, bevor er brennt. Sie stehen selten schreiend im Raum. Genau deshalb werden sie leicht übersehen.
Die Eisenhower-Matrix hilft dabei, Aufgaben nicht nur nach Druck, sondern nach Bedeutung und Zeitbezug zu sortieren. Sie ist kein Werkzeug zur Selbstoptimierung, sondern eher eine kleine Sortierhilfe für überlastete Gehirne, volle Alltage und exekutive Funktionen, die gerade nicht noch eine spontane Zirkusnummer aufführen möchten. 😉
Das Infoblatt erklärt die Eisenhower-Matrix niedrigschwellig und therapeutisch eingebettet. Das Arbeitsblatt bietet eine große ausfüllbare Matrix, in der Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit sortiert werden können. Ergänzende Felder zu den nächsten Schritten unterstützen dabei, nicht nur zu sortieren, sondern auch ins Handeln zu kommen: Was gehe ich als Erstes konkret an? Was plane ich verbindlich ein? Was darf ich begrenzen, abgeben oder streichen?
Das Material eignet sich besonders für die therapeutische Arbeit rund um Alltagsorganisation, Stressprävention, Exekutivfunktionen, Prokrastination, Überforderung, Selbstmanagement und Prioritätensetzung. Es kann helfen, lähmende Überforderung zu reduzieren, Aufgaben bewusster einzuordnen und wieder einen konkreten nächsten Schritt zu finden.
Spartipp: Das Arbeitsblatt ist auch im Themenbundle Prokrastination enthalten.











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