Sicherheitsverhalten verstehen und abbauen, Ängste und Zwänge überwinden
Sicherheitsverhalten kann kurzfristig dabei helfen, Angst auszuhalten oder belastende Situationen überhaupt zu bewältigen. Langfristig führt es aber dazu, dass befürchtete Erwartungen nicht überprüft werden können und sich Ängste weiter aufrechterhalten. Dabei ist Sicherheitsverhalten nicht immer offensichtlich: Es kann sich auch in Rückversicherung, innerer Kontrolle, bestimmten Bedingungen, gedanklicher Vorbereitung oder dem Offenhalten von Fluchtmöglichkeiten äußern. Manchmal muss man bei der Angstbehandlung es ein bisschen mit der „Lupe suchen“, da es sich gut versteckt.
Das Arbeitsblatt „Sicherheitsverhalten erkennen & reduzieren“ hilft deinen Patientinnen und Patienten dabei, eigene Sicherheitsstrategien zu identifizieren, ihre kurzfristige Funktion und langfristigen Kosten zu reflektieren und erste kleine Schritte zur Reduktion zu planen. Mithilfe von Leitfragenkönnen weniger offensichtliche oder automatisierte Sicherheitsverhaltensweisen herausgearbeitet werden. In einer Tabelle werden konkrete Auslöser mit den jeweiligen Sicherheitsstrategien und den dahinterliegenden Befürchtungen gesammelt. Abschließend können mögliche Veränderungsschritte und Beobachtungsziele festgehalten werden.
Das AB ist geeignet für die psychotherapeutische und beratende Arbeit mit Angststörungen, Zwängen, Vermeidung und Exposition sowie störungsübergreifend bei angstbezogenen Bewältigungsstrategien.
Quellen und vertiefende Literatur:
AWMF S-3 Leitlinie Behandlung von Angststörungen
Margraf, J., & Schneider, S. (2009). Panikstörung und Agoraphobie. In J. Margraf & S. Schneider (Eds.), Lehrbuch der Verhaltenstherapie (pp. 03-30). Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-540-79543-8_1












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