Schemata verstehen – Einführung in die Schematherapie nach Jeffrey E. Young
Ich arbeite dort, wo es passt und sinnvoll ist, sehr gerne mit schematherapeutischen Ansätzen. Die Schematherapie wurde ab den 1980er-Jahren von Jeffrey E. Young und seinen Kolleg:innen entwickelt. Sie verbindet Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie mit psychodynamischen, bindungstheoretischen und erlebnisorientierten Ansätzen. Ursprünglich wurde sie insbesondere für Menschen mit chronischen psychischen Schwierigkeiten und Persönlichkeitsstörungen entwickelt. Heute wird sie auch bei verschiedenen anderen psychischen Erkrankungen und wiederkehrenden problematischen Beziehungsmustern eingesetzt.
Im deutschsprachigen Raum hat unter anderem Eckhard Roediger wesentlich zur Verbreitung und Weiterentwicklung dieses spannenden Therapieansatzes beigetragen.
Bevor wir mit Schemata arbeiten können, müssen unsere Patientinnen und Patienten erst einmal verstehen, was ein Schema im Sinne von Young überhaupt ist.
Schemata sind tief verankerte Muster aus Erinnerungen, Gefühlen, Körperempfindungen und Überzeugungen, die sich häufig bereits in der Kindheit und Jugend entwickeln. Sie beeinflussen, wie wir uns selbst, andere Menschen und unsere Umwelt wahrnehmen und wie wir auf bestimmte Situationen reagieren. Besonders sogenannte frühe maladaptive Schemata können dazu beitragen, dass sich belastende Erfahrungen und Verhaltensmuster immer wiederholen.
Das vorliegende psychoedukative Arbeitsblatt „Schemata kurz erklärt“ vermittelt dieses grundlegende Konzept anschaulich und patientenorientiert. Es eignet sich als Einstieg in die Schematherapie und schafft eine gemeinsame Grundlage für die anschließende Arbeit mit persönlichen Schemata, Bewältigungsstrategien und Schemamodi.
Dieses Therapietool ist Teil des Sparsets „Schematherapie“ mit weiteren Materialien zum Verstehen von Schemata, Erkennen persönlicher Modi und zur therapeutischen Arbeit mit dem inneren Kind und dem inneren Kritiker.
Quellen und vertiefende Literatur
Young, J. E., Klosko, J. S., & Weishaar, M. E. (2003). Schema Therapy: A Practitioner’s Guide. Guilford Press. Zum Buch beim Verlag
Bach, B., Lockwood, G., & Young, J. E. (2018). A new look at the schema therapy model: Organization and role of early maladaptive schemas. Cognitive Behaviour Therapy, 47(4), 328–349. https://doi.org/10.1080/16506073.2017.1410566











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