Biografische Anamnese in der Psychotherapie – Strukturierter Interviewleitfaden für die Probatorik
Die biografische Anamnese ist bei den allermeisten Patientinnen und Patienten ein wichtiger Bestandteil der psychotherapeutischen Probatorik. Schließlich möchten wir nicht nur verstehen, welche Beschwerden aktuell bestehen, sondern auch, wie sie sich im Laufe der Lebensgeschichte entwickelt haben.
Die persönliche Lern- und Entwicklungsgeschichte, Erfahrungen mit wichtigen Bezugspersonen und die Erfüllung psychischer Grundbedürfnisse können neben biologischen Faktoren und aktuellen Lebensbedingungen wesentlich zur Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Erkrankungen beitragen. Diese Informationen sind deshalb auch für die Erstellung eines individuellen Störungsmodells besonders wichtig.
Mit diesem Therapietool bekommst du einen strukturierten Interviewleitfaden zur biografischen Anamnese, der dich durch die wichtigsten Themenbereiche führt und ausreichend Platz für deine Notizen bietet.
Dieses Therapietool ist Teil des Sparsets „Probatorik & Dokumentation“ mit weiteren Protokollvorlagen für Erstgespräch, psychopathologischen Befund, Störungsgenese, Verhaltensanalyse und Therapieplanung.
Die beiden Anamneseformulare sind auf ungefähr zwei Therapiestunden ausgelegt und unterstützen dich dabei, folgende Bereiche systematisch zu erfragen:
- Kindheit, Jugend und persönliche Entwicklung
- Herkunftsfamilie, wichtige Bezugspersonen und Erziehungserfahrungen
- Erfüllte und unerfüllte psychische Grundbedürfnisse
- Prägende Lebensereignisse und Beziehungserfahrungen
- Aktuelles soziales Umfeld und Lebenssituation
Ich nutze die Vorlagen selbst in meiner Praxis, meistens in der dritten und vierten probatorischen Sitzung. Erfahrungsgemäß bleibt mir in der zweiten Anamnesestunde sogar noch etwas Zeit für eine erste Zielklärung.
Besonders praktisch: Neben den beiden Protokollvorlagen bekommst du ein zusätzliches Schaubild für deine Patientinnen und Patienten. Damit lassen sich unterschiedliche Erziehungsstile anschaulich darstellen und gemeinsam reflektieren.
Außerdem kannst du bereits während der Anamnese die vier psychischen Grundbedürfnisse nach Grawe vorstellen: Bindung, Orientierung und Kontrolle, Selbstwerterhöhung und Selbstwertschutz sowie Lustgewinn und Unlustvermeidung. Mithilfe der abgebildeten Skalen lässt sich gemeinsam erkunden, inwieweit diese Bedürfnisse in Kindheit und Jugend erfüllt wurden.
So wird aus der biografischen Anamnese nicht nur eine Sammlung lebensgeschichtlicher Informationen, sondern bereits ein hilfreicher Einstieg in die gemeinsame Fallkonzeption und das Verständnis individueller Verhaltensmuster.
Quellen und vertiefende Literatur
Grawe, K. (2004). Neuropsychotherapie. Hogrefe. Zum Buch beim Verlag













Anke G. –
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SVEN –
schön gestaltet, alle wichtigen Punkte sind enthalten, das AB ist eine große Unterstützung in der Arbeit, die hellen Grautöne könnte teilw. etwas dunkler sein.
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Luisa W. –
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Gülcan –
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Melanie Bergmann –
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Christine Fisch-Gräfin von Gut N-M –
Würde ich Ein’sen vergeben wäre das ein Favorit
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Gaby L. –
Alles Bestens!
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