Therapietool: Aufrechterhaltende Faktoren von Angststörungen als Teufelskreismodell
Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und sind selten nur durch die Angst selbst geprägt. Entscheidend sind die Mechanismen, die Angst langfristig aufrechterhalten. Unbehandelt entsteht ein Teufelskreis aus Gedanken, Körperreaktionen und Verhalten, der Betroffene zunehmend einschränkt und die Symptomatik stabilisiert.
Das Therapietool „Teufelskreise der Angst“ für die psychotherapeutische und beratende Praxis bietet eine klar strukturierte, verhaltensanalytisch fundierte Methode, um diese aufrechterhaltenden Faktoren systematisch zu erfassen und im sokratischen Dialog zu bearbeiten. Im Zentrum stehen fünf zentrale Angstfaktoren:
- Bedrohliche Gedanken und Bewertungen
- Vermeidung
- Körperliche Alarmreaktionen
- Aufmerksamkeitsfokus auf Gefahr
- Sicherheits- und Kontrollverhalten
Das Set besteht aus insgesamt vier Arbeitsblättern. Die fünf Bereiche werden im Schaubild übersichtlich dargestellt und ermöglichen eine anschauliche Psychoedukation zu Angst und Panik. Die begleitende Übersicht erläutert die typischen aufrechterhaltenden Mechanismen einer Angststörung. Eine weitere Seite enthält konkrete Beispiele zu allen Kategorien, von Katastrophisieren und Gefahrenüberschätzung über Vermeidungsverhalten bis hin zu körperlichen Alarmreaktionen und Sicherheitsstrategien. Das fragengeleitete Arbeitsblatt unterstützt Patienten und Patientinnen dabei, die individuellen Ausprägungen ihrer Angst präzise zu identifizieren. Dadurch wird sichtbar, an welchen Stellschrauben therapeutisch angesetzt werden kann.
Das Verständnis dieser Angst-Teufelskreise ist ein zentraler Schritt in der kognitiven Verhaltenstherapie bei Angststörungen, Panikstörung, sozialer Angst oder generalisierter Angst. Erst wenn Betroffene erkennen, wie Gedanken, Körper und Verhalten sich gegenseitig verstärken, wird gezielte Exposition, Abbau von Sicherheitsverhalten und kognitive Umstrukturierung nachvollziehbar und motivierend.
Das Material eignet sich für die Verhaltenstherapie, Beratung, Coaching sowie für Ausbildungszwecke. Es verbindet Psychoedukation, Verhaltensanalyse und konkrete therapeutische Planung in einem klaren, praxisnahen Format. Typisch Therapiekram: strukturiert, evidenzorientiert und sofort einsetzbar.
Quelle und weiterführende Literatur
Barlow, D. H. (2002). Anxiety and its disorders: The nature and treatment of anxiety and panic (2nd ed.). Guilford Press.
Hoyer, J., & Knappe, S. (2012). Angststörungen. Hogrefe.















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